Ergänzungen

Gedanke

Eine Gabe und ihr Erscheinen

Der Mensch achte auf seine Gaben. Mit ihnen soll er umgehen. Er erhalte sich eine dazu zugehörige Moral. So kann etwas wahr werden, das von gutartiger Natur wäre. Durch einen solchen Schatz wird ein jeder befähigt. Ist da erst einmal unsere üble Laune verklungen, lernen wir es wohl auch bald schon einen Wert davon zu erkennen.

Da hat das alles zwei Anteile, was das Ganze ausmacht. Zum einen ist da jener Part unserer Vorstellung, der als Werk emaniert werden kann. Eine Arbeit daran ist schwierig und schöpft die Kräfte des Menschen ab. Zum anderen ist da auch ein Part, der vergeht, weil er nicht als Werk bewahrt wird. Dann aber wird er zu einer Spende des Lebendigen.

Das Werk hat nochmals zwei Bestandteile. Seine Emanation resultiert aus dem Lebendigen an uns. Da spiegelt es auch uns wider, was da geschaffen wird. Wir möchten uns damit gleichsetzen. Es ist das Zeugnis für uns, was da entsteht. Ein solches bleibt erhalten. Der andere Anteil ist das Emanierte, der rohe Klotz, welcher von uns behauen worden ist und jetzt dem Anschein nach in einem bearbeiteten Zustand vorliegt. Da ist er bar aller natürlichen Eigenschaft, weil wir eine solche von ihm abgeschlagen haben. Das macht eine Kunst aus, dass sie die Natur zu überlisten versucht. Die Rattermarken an ihm sind genauso sichtbar, wie es auch die Auswirkungen unseres tatsächlichen Gemütszustands sind.

Der Gemütszustand soll ein veränderlicher sein. Mit jeder weiteren Emanation wandelt er sich. So kann kein Werk das Zeugnis eines einzigen Zustands sein. Es dauert manchmal Stunden, bis es fertiggestellt ist. Da hat der Mensch währenddessen manches Tal durchwandert und manchen Berg erklommen. Es aber als einen Prozess aufzufassen, das wird allein nur dann möglich sein, wenn ein solcher auch zur rechten Zeit zu seinem Abschluss kommt. Da endigt das Werkschaffen unabhängig von der Fertigungsstufe eines Werkes.

Das Timing als Werker beinhaltet einen Anfang, einen Prozessweg und einen Abschluss. Dann, wenn verschiedenste Prozesswege einander durchkreuzt haben, wird es mühsam für uns. Da geben wir manchmal auch das Werk auf und verwerfen es. Alle Leute wollen ein wunderbares Werk schaffen oder ein solches erhalten. Als Werker hat man jedoch dafür zu sorgen, dass das Timing stimmt. Der Zeitfolge wird das Werk nachzuordnen sein. Da spielt es keine Rolle mehr, wie es aussieht, weil der Plan eingehalten werden muss. Ein Moment (des Lebens) möchte festgehalten werden. Er sei durch das Werk zu bestimmen. Dem Werker wird dabei ein solcher Moment erfahrbar sein. Er setzt sich direkt damit auseinander und erfährt es darum auch unmittelbar, was da gegeben ist.

Ein Betrachter solcher Werke muss sich das im Nachhinein erschließen. Dazu hat man keine Lust, wenn es um unbedeutende Dinge geht. Eine Motivation resultiert in der Regel aus unserer eigenen Bewertung. Eine solche ist stärker von den Variablen einer Umgebung abhängig, als wir das gemeinhin wissen. Da interessiert uns eine Kunst kaum noch. Es verkommen derweil viele (gute) Werke in der Kiste. Sie lagern ab, werden aber kaum besser dadurch, dass sie niemand beachtet hat. Aber auch sie stellen Gaben dar. Ihre Emanation ist bereits vollzogen. Eine Lebendigkeit ist verbraucht. Da stellt sich die Frage, für was sie noch gut sind.

Dokumentation

Ein paar Worte zur Malerei

Eines Menschen Werke sind mitunter allein nur solche Bilder gewesen, wie er sie freimütig gestaltet hat. So geht es auch mir mit meiner Malerei. Das möchten zuweilen zwar Abbilder meines Wesens sein, aber wer hält schon etwas auf meine Person? - Eine solche Qualität habe ich meinem Werk zuweilen schon eingeschrieben. Manchmal habe ich es aber auch gar nicht erst zu verbergen gewusst, was mich ausgemacht hat. Da wird manche Zeichnung genauso verworren ausgefallen sein, wie ich es zuweilen auch schon gewesen bin. Nicht immer sind meine Anliegen richtig verstanden worden oder gut bei den Leuten angekommen.

Meine Formen sind in der Regel nicht geordnet. Aber sie erscheinen. Da erkenne ich sie an. So treten sie aus einem Anlass auf, welchen ich als Resonanz an mir verspüre. Da ist das alles nichts gewesen, wenn man es nicht verstanden hat, was das bedeutet. Einem anderen Menschen die Gedanken zu soufflieren, das habe ich jedoch weder getan noch gewollt.

Alles besteht von sich aus. Dann wird es auch wahr sein, was geschieht. So verstehe ich meine Technik 'aus der Hand', die ich 'in einem Wurf' durchführe. Dabei entstehen Dinge, die es mal gibt, mal aber auch nicht gegeben hat. Das ist wie mit den Menschen auch. Ihre Gedanken und Ideen spiegeln etwas wider, das seinem Drang nach erscheinen möchte. Eine Ordnung hat das nicht besessen. Eine solche wäre der Entstehung von spontanen menschlichen Emanationen nachzuordnen. Dann soll sie erst erscheinen, weil so etwas da sein wird, an dem sie sich erkennen kann. Darum tut es mir gut, dass ich mich zuweilen an einem regelmäßigen Objekt ausrichte, welches einfacher Art ist. Da kann ich mich auf leichte Weise erneut einfinden.

Ich verwende dazu, wie es andernorts bereits von mir regelrecht ausführlich beschrieben worden ist, ein gewöhnliches Quadrat. Mit einem solchen gleiche ich die Lage oder Position meiner Glieder ab und vereinfache meine Haltung. Da wird es mir schnell bewusst, welche Haltung ich einnehmen kann und es gelingt mir darum meine Gliedmaßen besser anzuordnen. Da vereinfacht sich nach und nach manches bei mir, was mir zuweilen schon ein eigentliches Wohlbehagen ermöglicht hat. Auch mein Gefühl für mich ist so schon im Alltag besser geworden. Ich erfahre dadurch einen guten Bezug zu meinem Körper mit seinen Rhythmen.

Das Gegebene füge ich bei Werke, wie auch sonst auf eine einfache, sachte Weise zusammen, auf dass sich ein Erfolg bei mir einstellen kann. Ich male schnell, bin aber auch umsichtig beim Umgang mit den Materialien. Genauso gehe ich bei anderen Dingen zügig vor, möchte dabei aber stets den guten Ton wahren. Meine Werke schließe ich alsbald ab und bin mit dem Ergebnis zufrieden, wie es zu sein scheint. Das lasse ich zu, das nehme ich an. Da bereichert mich zuweilen auch manche Phantasie deswegen.

Dokumentation

Aufgabe der Malerei

Was macht die Dinge des Daseins aus? - Ich glaube, dass man es zuerst einmal festmachen muss, ob etwas überhaupt da ist. So lernt man es, das Gegebene zu verstehen. Dabei können wir es erkennen, woher etwas rührt. Das wird der Grund dafür sein, dass es erscheint, was uns so gewahr ist. Erst nachdem man das geprüft hat, was da bei uns aufgekommen ist, kommt es in Betracht, wie sich das Gegebene auf andere Sachverhalte auswirkt.

Eine Wertigkeit der Sachverhalte eines Menschendaseins ist mit Sicherheit gegeben. Das kann man festmachen, wenngleich es nicht leichtfallen dürfte, eine solche richtig anzugeben. Da bedürfen wir voraussichtlich vielerlei Versuche dazu, ehe wir eine gültige Form zur Darstellung davon gefunden haben. Den Weg einer Findung von Motiven möchten wir beschreiten. Gehen wir zur Tat, dann soll es auch um das eigentliche Menschendasein dabei gehen. Das soll eine Kunst fertigbringen.

Dokumentation

Eine Kunstsache und ihr Sinn

Mit unseren Händen bilden wir etwas, wenn wir uns ans Werk gemacht haben und etwas schaffen. Aus dem vorhandenen Material soll es entstehen. Die einfachen Formen, welche uns entsprechen, sollen erste Beispiele dafür sein, wie wir die Dinge auffassen können. Da gewahren wir voraussichtlich bereits den Sinn einer Ordnung. Das Werk entsteht gemäß unserem gewöhnlichen Verhalten. Was wir freisetzen, wird ein Motiv sein, wie es uns entspricht. Da gewahren wir eine Wahrheit über uns.

Daraufhin setzen wir uns mit uns selbst auseinander. Wie geht das an, was wir da schaffen? Welchen Weg möchten wir im Leben beschreiten? Reicht unsere Moral dazu aus, um den schwierigen Weg eines Kunstschaffenden zu begehen? - Wir kennen ja bereits jene Entbehrungen, welche ein solcher mit sich bringt. Manche Durststrecke haben wir schon erfahren. Wir wissen es gut genug, was das bedeutet.

Nun haben wir es gesagt und so soll es auch wahr sein. Eine solche Auseinandersetzung führe ich zuweilen mit mir, wenn ich mich an die Arbeit mache. Da bekenne ich mich zum eigenen Werkschaffen. Keiner braucht es für sich, was dabei entsteht. Darum wird das Leben so schwer sein. Zu meiner Freude erhalte ich im Gegenzug manchen Gedanken von Wert. Da erkenne ich wiederum an diesem Spiel eine Gesetzmäßigkeit. Es wird doch wahr sein, dass man sich eine gewisse Qualität erarbeitet. Natürlich wird es mich als Mensch zeichnen, auf welche Weise ich sie erfahre. Da ist es gut.

Idee

Ausprägung

Bei einer solchen Kunstform, wie die Meinige eine ist, soll es um eine Ausprägung der bestehenden Dinge gehen. Etwas wird getreu derjenigen Norm gestaltet, welche dafür bekannt ist. Da hat der Mensch die Aufgabe, seine Werke zu vollbringen. Dazu setzt er sich mit dem ihm Bekannten gleich. So erhält er sein Handwerkszeug. Es soll das ihm Gegebene dazu ausreichen, um sich so einzusetzen. Mehr würde nicht zur Verfügung stehen als das, was da ist. Es geht dem Werker darum, nach seinen Möglichkeiten durch eine Wandlung des Gegebenen etwas herzustellen. Da wird manche Begebenheit wahr. Er möchte seine Sache gut machen. Dazu hat er die Gelegenheit, wann immer er das umsetzt.

So denkt er sich etwas und nimmt seine Aufgabe an. Er macht sich dabei etwas zu seinem Dasein klar. Das wird seine Wahlfreiheit sein, dass er es sich aussucht, welches Werk er erstellt und welches er nicht herstellen würde. Es gibt vollkommen zurecht einen Zwang im Leben, der es besagt, dass man zu arbeiten hat. Wie man damit umgeht, dass man arbeiten muss, das wird jedoch eine unserer Freizügigkeiten sein. Eine Freiheit von der Verpflichtung gegenüber sich selbst wird es für keinen Menschen geben. Man kann sie zwar verkennen, das würde aber doch nichts daran ändern, wie es in Wahrheit vorkommt.

Nichts am Menschen würde zu viel sein. Jenes Ungleichgewicht von uns, wie es sich zuweilen schon dargestellt hat, macht uns zuweilen zwar krank, aber es wird möglich sein, ein solches Leiden aufzuheben. Da wird es unsere Aufgabe sein, einen Weg für uns zu suchen, auf dem wir zu bestehen vermögen. Man mache sich es klar, was uns in einer eindeutigen Weise vom Leben bekannt ist. Das können wir bestimmen. Dadurch werden wir zu unserer eigentlichen Basis für das Dasein finden.

Somit tritt im Leben etwas bei uns in Kraft, das die Umstände unseres Daseins beschreibt und somit auch begünstigt. Machen wir doch einfach davon Gebrauch, es zu bekennen, was wir gut, wahr und richtig davon gefunden haben, dass es gegeben ist. Gestalten wir damit unsere Wege aus, was wir kennen. Zeichnen wir sie dazu vor und auch nach. So wird uns etwas davon gewahr sein, das es auch wirklich gibt, weil es so erschienen ist.

Der Weg, welchen wir begehen, setzt sich aus einzelnen Schritten zusammen. Das Dasein wäre als ein Verbund aus Wegen richtig zu verstehen. Zergliedern wir das eigene Gut doch bitte nicht zu sehr. Was sollen wir denn davon haben, dass jeder Schritt ein durchdachter sein wird? - Das Leben ist nicht wie ein Schachspiel gewesen. Es würde auch nicht mit einem solchen vergleichbar sein. Verlieren wir uns doch bitte nicht grundlos im Klein-Klein einer Gegenwart, allein nur weil wir das Gegebene so gerne analysieren.

Man gestehe es sich zu, das als Ganzes zu bestimmen, was man haben, tun und sein möchte. Das wird von uns zu benennen sein, was uns im Leben das Dasein ausgemacht hat. Dazu sollen wir uns bekennen, dass wir etwas davon festmachen möchten. Suchen wir uns dazu doch bitte etwas Erlesenes aus, wenn es um das eigene Schicksal und dessen Erklärung geht. Lassen wir ab von aller verkommenen Bescheidenheit, wenn es darum gegangen ist, jemand zu sein und etwas zu haben, das fürs Leben ausreicht.

Was wir uns gestern nicht erfüllt haben, das hat uns heute nicht erwachsen gemacht. Da präge man das Eigene doch besser auf eine dafür geeignete Weise aus.

Gedanke

Erhebliches und Unerhebliches

Der Wert eines Gegenstands wäre bestimmbar. Er resultiert aus seinen Eigenschaften. Sie ergeben seine Funktion und damit einen Bedarf daran, einen solchen Gegenstand zu eignen.

Wer einen Gegenstand besitzen möchte, der muss ihn dazu erzeugen. Das kann er selbst leisten oder er kann einen solchen von jemandem anderen herstellen lassen. Davor wird manche Vorleistung zu erfüllen sein, ehe das eigentliche Werk geschöpft werden kann. Auch bedarf man einiger findiger Burschen, die so etwas leisten können.

Das alles erzeugt Kosten. Sie zu bestimmen wäre erforderlich zur Bestimmung des Wertes eines Gegenstandes. Doch die Selbstkosten allein würden den Preis dafür noch nicht zur Gänze ausmachen. Da schlägt man gewisse Zuschläge darauf auf, um überhaupt eine Wirtschaftlichkeit der eigenen Werktätigkeit sicherstellen zu können.

Doch was soll den Wert eines Gegenstandes bestimmbar machen? - Dazu gebe ich eine kurze Liste an Merkmalen, die voraussichtlich unvollständig sein wird.

  • Kosten der Vorbereitung und Bereitschaft
  • Kosten der Entwicklung
  • Kosten der Produktion
  • Kosten der Vermarktung
  • Kosten der Wertschöpfung
  • Kosten für Steuern und Abgaben

Darüber hinaus soll ein Gegenstand keine zusätzliche Kosten erzeugen. Somit wäre jeglicher, über die einzelnen Punkte der Liste hinausgehende Betrag als Preis willkürlich. Da wird er von einer spekulativen Natur sein. Aber das kennen wir ja bereits gut vom Markt. Die Preise spinnen zuweilen erheblich. Da bedarf es mancher Phantasie, um das Gefüge davon zu verstehen, wie ein Preis zustande gekommen ist.

Dokumentation

Vom Können und der wahren Kunstfertigkeit

Eine Fertigkeit des Menschen würde nichts Ungewisses sein. Da haben wir Hände und Füße. Aber wir tragen auch etwas auf dem Buckel. Es verstellt sich alles bei uns wegen einer solchen Last. Wir werden fahrig sein, wenn wir unsere Feinmotorik zu solch einem Moment der Überlastung einsetzen.

Ein Vermögen kann der Mensch entweder für sich erwerben oder aus sich entwickeln. Wer aber keinen Samen hat, der würde auch nichts auf dem Feld aussähen können. Da wird er keine Ernte zu erwarten haben.

Der Beschluss eines Menschen, sich den Künsten ordentlich zu widmen, soll ihm zwei Wege aufzeigen. Der eine wird es sein, es den anderen Leuten gleichzutun. Der andere soll es sein, das Eigene zu verwirklichen. Da wird er sich zu entscheiden haben, was er tun möchte. Kann aber einer der Wege ohne den anderen zu etwas führen? - Diese Fragestellung besteht auch weiterhin für das Gegebene.

Da begehen wir ein paar einfache Schritte der Selbstverwirklichung, wenn wir das einsehen möchten. Hernach fügen wir dem Gewordenen etwas hinzu, das auch andere Leute kennen werden. Da sollen sie etwas davon verstehen können, was wir geleistet haben.

Das Ziel davon wird es sein, mit den eigenen Werken bei anderen Menschen anzukommen, ohne sich deswegen zu vergessen.

Dokumentation

Der Motor des Kunstschaffens von Schneider

Jene Bereitstellung von eigenen Werken durch Schneider für die Nutzer des Internets hat ihm, insgesamt gesehen, etwas Gutes eingebracht. So hat er mit einer gewissen Freude dabei seine Werkschau aufbereitet. Er hat sich jene damit verbundene Mühe gerne gemacht.

Mit der Zeit sind seine Sammlungen loser Texte zu einem regelrechten Fundus an einzelnen Wikis ausgewachsen. Gar vieles Eigene hat er hier und dort aufbewahrt sowie es für eine Leserschaft zugänglich gemacht. So ist dies zu einem Raum der Bewahrung seiner eigentlichen Dinge für ihn geworden. Alles Weitere baut bei Schneider darauf auf, was hier besteht. Es ist wahr, dass er damit in Zukunft umgehen möchte.

Der Fundus hat große Bedeutung für Schneiders Werkschaffen. Dank dessen Bestand ist es ihm gelungen, etwas Eigentliches von Wert zu gestalten. Da kann Schneider inzwischen Bezug auf eigene Inhalte im Alltag nehmen. Da wird er auch weiterhin daran beim Erschaffen neuer Werke anknüpfen. Das Ganze davon wird von ihm mehr und mehr ausgebaut, aber zuweilen auch verdichtet und abgesichert. Das geschieht in der Regel durch eine Vereinfachung davon.

Idee

Ohne zusätzliche Worte

[Leistungsdichte] = [Einsatz/ Mittel] oder [Motivation] = [Lust/ Vorliebe]

Impuls

Schlüsselerlebnisse mit Bildwerken

Ein Mensch würde gewisslich nicht allein nur zur Findung einer Vernunft geboren sein, aber er vermag es, im Laufe seines Daseins sicherlich zu einer eigentlichen Vernunft zu kommen.

Zuweilen habe ich sehr viele nichtssagende oder vermeintlich nichtssagende Bilder hergestellt. Doch von Zeit zu Zeit führt mich mein Weg auch an jene bedeutenden Wegstellen, wo sich ein Schlüsselbild ergibt. Es hänge ich dann bei mir an die Wand und versuche zu verstehen, was es mir sagen soll.

Das zuletzt in der Weise gefertigte Bild stellt eine Auftragsarbeit dar. Im Grunde ist es eine leere Vase, was ich gezeichnet habe. Doch tatsächlich habe ich etwas gemalt, was eher einer Maske in Orange ähnelt. Sie trägt linienförmige Ornamente. Vier solcher Ornamente habe ich darauf angebracht. Jetzt scheint es so, als wäre die Grundform der Vase zu einer Maske geworden, die auch ein Gesicht trägt. Die Ornamente wirken wie Gesichtszüge. Zudem sind die Henkel der Vase beinahe zu Hörnern geworden.

Was mir das Bild sagt, das versuche ich zu verstehen. Im Grunde steht es für eine rohe Gewalt, welche ich so nicht von meinen anderen Werken kenne.

Gott sei Dank habe ich es unverfälscht belassen.

Gedanke

Im Geiste bestehen

Es sind die Zeichnungen und Gemälde gewesen, welche den eigentlichen Schlüssel zur Kreativität von Schneider gebildet haben. Wegen ihnen hat er seine eigentliche Kraft zur Erhaltung seiner Gedanken und Ideen im Leben aufbringen können. Dabei sind sie ausgereift. Manche Knospe hat sich so überhaupt erst bei ihm gebildet. Daraufhin ist zu einer günstigen Zeit dafür das Leben in ihm erneut zur Blüte gekommen und erwacht.

Dokumentation

Zur Normierung eines Auftrags

Langsam, aber ohne Mühe möchte ich das Meinige zu Wege bringen. Da strengt mich das eine oder andere noch an. Daran kann ich es erkennen, welche Art von Unterstützung ich noch brauche.

Da tue ich gut daran, wenn ich mir das Leben etwas leichter mache und mir das ein oder andere Hilfsmittel bereithalte. Auf meine Mitmenschen sollte ich mich in dieser Hinsicht nicht verlassen. Es sollen vielmehr Gegenstände als Personen sein, welche ich dazu verwende, wenn ich meine Arbeit leiste.

Ich habe keine Mitarbeiter, aber Freunde besitze ich schon. Da kann ich mein Werk mit jenen Leuten teilen, welche ich kenne. Was sie mir dazu mitgeteilt haben, das hat mir schon sehr geholfen. Da freut es mich, dass ich es geschafft habe, meinen Weg zu finden. Das hat mich dann auch aufgebaut, was auf ihm entstanden ist.

Dann, wenn jemand von mir ein Werk erstehen möchte, habe ich das zu prüfen. Wird es zu ihm passend sein, kann ich es ihm zugestehen, dass er eines erhält. Aber im Grunde sollen Duplikate davon genügen. Solche kann ich leicht herstellen, solange ich im Besitz der Vorlagen dafür bin. Wer aber solche Entwürfe für sich haben möchte, der muss es mir schon erklären, warum sie in seinen Händen besser aufgehoben sind als in meinen.

Da lasse ich mein Werk, wie es ist. So soll es bestehen. Es bräuchte nicht von anderen wichtig genommen zu werden. Jeder hat doch etwas zu eigen, was er von sich wertschätzen kann. Bei mir ist es einfach die Gabe zu Malen, über die ich froh bin. Freilich teile ich meine Freude gerne anderen Menschen mit. Ich limitiere sie aber allein nur ungern. Es soll doch jeder etwas davon haben dürfen, wenn einer sich gefreut hat. Das soll zu niemandes Schaden führen.

Dokumentation

Ein Wort zur Resonanz

Ein Gedanke oder eine Idee von mir wäre zu verwenden, sobald diese bei mir aufgekommen sind. Dann verkörpern sie die tatsächlich letzte oder eine aktuell funktionierende Instanz bei mir. Das soll so gegeben sein, weil sie gegenwärtig vorkommen. Mein ganzes Dasein baut unterdessen darauf auf, dass ich das zuletzt Erkannte als eine Konklusion des gesamten Daseins von mir auffasse. Da sind ein solcher Gedanke oder eine solche Idee auch imstande dazu, das alles zu verkörpern, was ich zu eigen habe.

Gut ist es da, dass ich mich bereits auf den trivialen Aspekt des Gegebenen besonnen habe. So kann ich darauf verzichten, dem Speziellen bei mir ein besonderes Gewicht zu verleihen. Das Individuum als solches hat es nicht vermocht im Ganzen zu bestehen. Aber eine Gesamtheit des Lebens besteht weiterhin fort. Da kann ich darauf zugreifen, was mir zu eigen ist. Was ich mir davon vornehme, das wird auch bei mir vorhanden sein. Da lege ich es zumeist vor mich hin oder stelle etwas anderes damit an, das ich gerne habe.

Da erschaue ich mich mit Gedanken. Ich erkenne mich gerade als einen Hersteller von Bildwerken. Manchmal habe ich schon davon geschrieben, dass ich malerisch tätig bin. Was aber sollen mir meine eigenen Hände und deren Werke schon sagen können, wenn sie nicht dazu fähig gewesen sind, etwas von meiner Sache zu vermitteln? - Da lebe ich meinen Traum. Mit einem Bewusstsein für die Leere an mir findet das statt. Sie erkenne ich auch als eine Leere an der Welt. Da ist das alles ohne eine Bedeutung gewesen. Einer solchen arbeite ich allein nur bedingt zu. Das ist beispielsweise so gewesen, als ich meine teilweise frechen Gedichte verfasst habe. Ansonsten habe ich es eher damit, eine Gleichwertigkeit des Gegebenen anzuerkennen und es in normaler Weise auszuführen. Alles Spezielle wird dadurch obsolet, dass es so ist. Die Bedeutungen davon verschwimmen mit der Zeit und wirken nachträglich nichtig. Da schöpfe ich meine Werke gerne auf eine übliche Art, weil ich es erkennen kann, dass sie sonst nicht zu erhalten sein würden.

Das alles entspricht mir. Mehr als das bräuchte ich nicht zu tun. Da kann ich hernach es mir bewusst vor Augen führen, was ich einmal geschafft habe. Doch das Leere daran bleibt auch weiterhin so, wie es gewesen ist, und besteht fort.

Einen Begriff der Fülle und einen Begriff der Leere setze ich insoweit miteinander für meine Sache gleich, dass ich von einer ruhigen Fülle sprechen kann. Sie kommt einer Leere gleich. Ein Frieden wäre ihr eingeschrieben. Da ist sie leer an Antrieb gewesen und hat nichts bestimmt. Sie hat sich nach außen hin nicht zeichnend auf die Begebenheiten ausgewirkt. Da habe ich es geschaut, was mir das ausmacht. Dabei habe ich mich erkannt, weil ich so mich nicht noch länger übersehen habe können.

Getreu eines Bildes der Einheit davon erkenne ich da eine Unabhängigkeit des Gegebenen an meinen Werken und kann so meinen Gedanken an den Schöpfer des Kosmos daran anknüpfen, weil es frei von allem Andersartigen gewesen ist. Ein solcher Creator schöpft alles mit einem. Da wird dann auch das eine ein alles sein können.

Was hat das für ein Gewicht für mein Werkschaffen? - Freilich soll es wahr sein, dass ich eine Kunst geschaffen habe, welche dem dient, was mir entsprochen hat. Der Umstand, dass ich dann male, wenn ich in Ruhe bin, soll das bezeugen können, was dabei an mir erscheint.

Zuweilen habe ich aber auch manchen Kampf mit Pinsel und Farbe auf dem Blatt Papier vor mir durchgeführt und daran nichts Erbauliches gefunden. Da habe ich sehr heftig für einen Frieden gestritten. Die dabei aufgekommenen Momente sind voll von unwillkürlichen Regungen gewesen, sodass ich sehr darum ringen habe müssen, was ich gestalte.

Heutzutage erscheinen meine Werke mehr und mehr im Lichtschein des Vergänglichen. Ich spreche da von beruhigten Anstrengungen. Ich habe nicht mehr alles als Medium in mich aufgenommen oder durch mich hindurchgeleitet. Das würde ich auf Dauer nicht vermögen. Da bin ich eher zu einem keramischen Element geworden, welches sich abschottet. Auch meine Werke sind so, dass sie sich solcher Gegebenheiten enthalten.

Ich lebe derweil in einer Vereinigung mit allem und erfahre so den eigenen Lebensweg als eine Verschmelzung damit, was da bei mir vorkommt. Da wird es schön sein, dass diese Schmelze nicht allein nur gebrannt hat. Sie ist auch in Resonanz gekommen und hat sich daran erfreut, dass sie zu vernehmen ist.