Verse

Sprüche

Schicksal eines Menschen

Eine grundsätzliche Sache von Bedeutung für einen Menschen soll sein Gewicht sein. Alle anderen Dinge werden davon abhängen, wie einer sich in seinem Dasein zu halten weiß und welche Figur er dabei macht.

Idee

Gedanke an die Fruchtbarkeit

Der Tanz, der Gesang, ein eigener Geschmack, die Vorliebe eines Menschen also, wie auch das redliche Wort haben Auswirkung auf dieses Dasein als Mensch. Mit einer guten Einstellung zum Leben lässt sich dieses besser führen. Auch ein Spielen des Menschen gehört da mit dazu. Ohne die Freuden des Menschendaseins zu verspüren, kann der Mensch kaum seine eigentliche Dienstbarkeit erfüllen. Ohne seine Verantwortlichkeit und Selbstverpflichtung unter einem freien Willen ohne äußerlichen Zwang wird es ihm schwerlich möglich sein, einen prosperierenden 'Garten' zu erpflegen, in dem er sich aufhalten möchte. Unserer wesensgemäßen Stellung soll es zugehören, dass wir das Glück dieses Menschendaseins anerkennen und dort ankommen werden, wo wir auch wirklich willkommen sind.

Morphing II - Verstrickung, Aquarell, mit Buntstiften überarbeitet

Impuls

Einen eigenen Garten bewirtschaften

Ausgehend von der Situation einer Mittellosigkeit habe ich für lange Zeit keine Wahlmöglichkeit gehabt, um mein Dasein aufzuforsten und etwas Besseres für mich zu bewirken. Da habe ich die Hände in den Schoss gelegt und mir Gedanken gemacht. Zu einer Ordentlichkeit habe ich dadurch finden wollen, was mir nach und nach auch gut gelungen ist. Da habe ich meine Denkwege beschaut und meine Ideen geordnet. Diese innere Welt von mir habe ich aufbereitet. Dazu habe ich Musikalien erzeugt, Bilder gemalt und Texte geschrieben. Mit geringsten Mitteln habe ich das leisten müssen, aber auch tun können.

Da ist bei mir etwas Bleibendes von Wert entstanden. Dieses Gut bezeichne ich als meinen 'Garten'. Ihn bewirtschafte ich auch weiterhin.

So habe ich eine Möglichkeit für mich dazu erhalten, um meine Abhängigkeit von der Lohnarbeit zu vermindern. Ich sehe es als gegeben an, dass das ein rechtschaffener Weg ist. Ich laste anderen Menschen allein nur sehr ungern Verpflichtungen auf. Auch sehe ich meine Ansprüche an dieses Dasein keinesfalls als eine zu erfüllende oder gar erfüllbare Selbstverständlichkeit an.

Der Umstand, dass ich so seit mehr als 20 Jahren mir etwas eingerichtet und aufgebaut habe, stimmt mich froh. Das zeigt mir etwas über mein eigentliches Wesen auf. Ich möchte durch dieses eigene Dasein zu einem Beispiel für andere werden, denen es ähnlich wie mir ergeht. Der 'Garten' hinter dem Haus braucht kein unerfüllbarer Traum zu bleiben. Jeder Mensch hat das Anrecht darauf, aus eigener Kraft etwas Eigenes zu erwirtschaften. Gehört es einem auch wirklich selbst, so darf man auch die Früchte davon verzehren. Wird dieses Zubrot auch geringer Natur sein, so soll es doch einen ersten Schritt in die Richtung einer Unabhängigkeit von der Lohnarbeit darstellen.

Der von mir auszuführende Brotberuf erhält auf diese Weise eine höhere Wertigkeit für mein Leben. Ich kann dank diesem mein Leben mit Glücksumständen anreichern und etwas für mich gewinnen, was auch einmal von mir weitergegeben werden kann.

Gedanke

Bewertung

Alles Vollständige kann eigentlich schön sein. Gehe in Dich und bestehe damit, was Dir gegeben ist. So sollst Du es einmal anerkennen, was Du hast. Das gehört Dir zu. Es soll Teil der Wirklichkeit Deines Lebens sein und sich auswirken dürfen, ja daran vorkommen. Lass Dich beteiligen und nimm an, was Dir eingegeben ist. Manche Lektion wird Dir so verständlicher, manche Lehre wirst Du auf diese Weise zu erfüllen wissen.

Idee

Eine Manipulation des Gegebenen unterbinden

Es soll wahr sein, dass das Gute aus etwas Gutem hervorgeht. Da können das Licht und der Schatten seine wirkliche Dimension erreichen. So wird aus weltlicher Illusion ohne Spekulation eine endliche Wahrheit ohne eine Beliebigkeit des Gegebenen erwachsen. Sie kann geschaut werden.

Diese Welt ist ein Zerrbild ohne Phantasie. Ihre Realität ist eine, welche frei von Sinnhaftigkeit ist. So fällt sie aus. Alles Gegebene bedarf darum einer ordnenden Kraft. Eine geduldige Ruhe wird es da sein, was uns zu ehrlicher Erkenntnis verhelfen soll. Nehmen wir das Gegebene erst hin, so erscheint es auch vor uns.

Impuls

Leichtigkeit

Die Malerei ist wie ein Tanzen des Pinsels auf einem Blatt Papier mit Farbe. Als ein Spiel wird sie durchgeführt, mit Freude findet das statt. Zuweilen werden da aber auch Kontraste vorkommen und unsere eigentliche Düsterkeit unterstreichen. Einen solchen Lebenskampf gehe man an. Man erhelle seinen Geist mittels der gegebenen Natur und lasse alles das stattfinden, was auch wirklich vorkommen möchte. Nichts würde da auszusparen sein. Alles hat sein Anrecht, um zu erscheinen. Eine Vollständigkeit des Gegebenen wird dieses verständlich machen.

Lost Friction Modelling - Tuscheliner auf Papier

Dokumentation

Einfachheit

Ein Werk soll all das beinhalten, was bei seiner Herstellung auch wirklich vorkommt und bei uns aufkommt. Da erscheint es in klarer Weise vor unserem Auge, was uns ausmacht. Manche Erkenntnis wird uns danach möglich sein, so diese Dinge erst einmal gemäß ihrer wahrhaftigen Natur erscheinen und gegeben sind. Was haben wir ein Glück, dass uns die Mittel dazu ausreichen, um frei von einer Manipulation das eigene Werk zu erstellen.

Idee

Eine Gesamtsicht erreichen

Jeder Weg soll ein Rundweg sein. Keiner wird diesen wirklich zerteilen können. Alles ist bereits gegeben. Nichts würde daran fehlen.

Entfaltung, Bleistifte auf Papier

Sprachgestaltung

Redlichkeit

Der Mensch setzt in seinem Dasein auf das eigene Wort. Was er an Rückmeldungen darauf erfährt, das möchte er auch fürwahr glauben. So baut er auf das eigene Gut. Wer soll ihm ein solches absprechen können, ohne sich dabei zu verfehlen?

Baum, Buntstifte auf Papier

Idee

Eine 'Explosion' des Gegebenen zulassen

In einer Welt, die alles über ihre mechanistischen Eigenschaften miteinander in Bezug erhält, haben die Dinge neben der Erscheinung ihrer Gestalt auch eine Auswirkung zu eigen. Eine solche Auswirkung tritt bei uns auf und kommt an uns vor. In regelmäßigen Abständen findet das statt und gibt dem Lebendigen seinen Pulsschlag.

Da der Mensch nicht immerzu allein nur etwas aufnehmen könnte, sondern auch einmal etwas von ihm abgegeben werden muss, wird es gemäß der Lebendigkeit des Wesens eines Menschen sein, warum das so ist. Da kommt es vor und wirkt sich aus. Manches wandelt sich dadurch, anderes bleibt gleich. Da wird es kaum davon berührt. Hält man auch alles bei sich, so wird der Mensch gerade darum in jene Lage versetzt, dass er es wiederum loszulassen hat. Da tritt es hervor und verlässt ihn. Machen wir uns doch einmal darauf gefasst, dass so etwas vollkommen zurecht geschieht und entspannen wir uns etwas dabei, weil das gut ist.

Eine solche Explosion des Gegebenen würde auf diese Weise nichts Weiteres als eine Übung zum Loslassen, eine Entspannungstechnik also sein. Was dabei vorkommt und an uns erscheint, das soll einen Menschen befreien. Was würde da nicht alles möglich sein!